Bilderbeute zu Gast an der Grundschule Ainring

Im Rahmen einer Bienenprojektwoche in einer 4. Klasse der Grundschule Ainring war unsere Bilderbeute im Einsatz. Die Kinder konnten in aller Ruhe und völlig gefahrlos im Klassenzimmer die Zusammensetzung eines Bienenvolks betrachten.

Das Erlernte wurde in einem Bienen-Portfolio aufgeschrieben.
Krönender Abschluss des Bienenprojekts wird der Besuch an unserem neuen Lehrbienenstand sein, der aber aufgrund der Witterung noch verschoben werden musste.

Sparkasse eröffnet drei Bienen-Filialen am Lehrbienenstand

Die Sparkasse Berchtesgadener Land hat drei neue „Filialen“ eröffnet – mit rund 150.000 Mitarbeitern. Diese hören nicht auf den Vorstand, sondern auf ihre Königinnen. Ihr „Büro“ haben sie in drei Sparkassen-Bienenstöcken am Lehrbienenstand im Eichetwald in Freilassing.

BERCHTESGADENER LAND Nein, die Personalabteilung habe kein Problem mit der Masse an neuen Einstellungen gehabt, scherzte der Vorstandsvorsitzende Helmut Grundner. „Aber hoffentlich bekommen wir keinen Ärger mit unserem Verwaltungsrat. Der muss nämlich zustimmen, wenn wir neue Filialen eröffnen“, sagte er lachend. Denn die Bienenstöcke bezeichnet die Sparkasse als ihre „Bienenfilialen“.

Was zunächst lustig klingt, hat durchaus einen ernsten Hintergrund. Viele Menschen assoziieren mit Bienen bisher vor allem Honig. Doch Honigbienen sind viel mehr als nur Honigproduzenten. Die volkswirtschaftliche Bedeutung von Honigbienen liegt nicht nur allein im Honigertrag, sondern vielmehr in ihrer Leistung als blütenbestäubendes Insekt. Sie sind als fleißige Bestäuber von Nutz- und Wildpflanzen unverzichtbarer Bestandteil unseres Ökosystems und unserer Volkswirtschaft.

Dem Deutschen Imkerbund zufolge hängen etwa 85 Prozent der landwirtschaftlichen Erträge im Pflanzen- und Obstbau in Deutschland von der Bestäubung der Honigbiene und ihrer wilden Artverwandten ab. Die Honigbiene generiert in Deutschland jährlich einen volkswirtschaftlichen Nutzen von ca. 2,5 Milliarden Euro. Dieser Umstand macht die Honigbiene zu einer volkswirtschaftlichen Größe und zum wichtigsten landwirtschaftlichen Nutztier nach Rind und Schwein.

Doch was geschieht, wenn das Summen der schwarz-gelben Insekten dauerhaft verstummt? „Eine Welt ohne Bienen wäre arm“, so Stefan Ammon, Kreisvorsitzender der Imker Berchtesgadener Land und Vorsitzender des Imkervereins Freilassing sowie Honigobmann des Landesverbandes Bayerischer Imker. Verschwindet die Honigbiene von der Bildfläche, wären die Folgen für Mensch und Natur gravierend. Unzählige wichtige Obst- und Gemüsesorten wie zum Beispiel Äpfel, Erdbeeren, Tomaten, Kirschen sowie einige Futterpflanzen für die Fleisch- und Milchproduktion würden auf 10 bis 15 Prozent des normalen Ertrags reduziert. In einigen Regionen Chinas beispielsweise wird das bereits drastisch sichtbar. Dort bestäuben nicht mehr Bienen die Obstbäume, sondern Menschen! Mit Wattebäuschen, Pinseln, selbstgemachtem Werkzeug und mit Pollen gefüllten Medikamentenfläschchen bestäuben sie Millionen Obstblüten per Hand. Der Grund dafür: Es gibt dort keine Bienen mehr.

Um dem Bienensterben entgegenzuwirken und um das Ökosystem zu stärken, hat sich die Sparkasse Berchtesgadener Land dazu entschieden, am Lehrbienenstand des Imkervereins Freilassing und Umgebung e. V. drei Sparkassen-Bienenvölker aufzustellen. „Gerade als öffentlich-rechtliches Institut stehe es der Sparkasse zu, gegen das Artensterben aktiv vorzugehen. Es muss in den Köpfen verankert werden, dass Bienen wichtig sind – dazu wollen wir etwas beitragen“, so der Ideengeber Helmut Grundner, dessen Begeisterung zu Bienen spürbar ist. Die Sparkasse unterstützt den Freilassinger Imkerverein mit jährlich 3.000 Euro und steuerte passend dazu noch eine Stockwaage bei. Diese ist internetfähig und ermöglicht weltweit einen Einblick ins Innere des Sparkassen-Bienenvolks. Sowohl der Honigertrag als auch Faktoren wie Wärme könnten dadurch abgerufen werden. Den Honig dieser Völker (ca. 45 Kilogramm im Jahr) wird die Sparkasse an ihre Kunden verschenken. „Sozusagen als schmackhaftes Symbol für Nachhaltigkeit“, sagte der Vorstandsvorsitzende. Es ist geplant diese Aktion auszuweiten und auch bei den Imkervereinen in Bad Reichenhall (2019) und Berchtesgaden (2020) jeweils drei Völker aufzustellen.

Mit dieser Initiative leistet die Sparkasse Berchtesgadener Land einen wichtigen Beitrag zum Überleben unserer heimischen Honigbiene und unterstützt gleichzeitig die Imkerzunft vor Ort.

(Pressemitteilung: Sparkasse BGL; Beitragsbild und letztes Bild: Sparkasse BGL)

Gartentag Freilassing

Auch heuer waren wir wieder beim Gartentag in der Lokwelt dabei.
An unserem Stand, der aufgrund der schlechten Witterung heuer innen aufgebaut war, konnte man die Imkerei anhand der Bilderbeute kennenlernen, sowie Echten Deutschen Honig verkosten und erwerben.
Die Kinder konnten bunte Blumen basteln, mit denen man Insekten anlocken kann. Mit den beiden Stereolupen betrachteten die Kinder den Körperbau der Biene. Am meisten fazinierten die 40fach vergrößerten Facettenaugen und die dichte Behaarung der Bienen, die sie ganz kuschelig aussehen ließen.
Gegen Abend hielt unser 1. Vorsitzender und bayrischer Honigobmann Stefan Ammon noch einen Vortrag zum „Honig, Sonnenschein im Glas“ und stellte die besondere Wertigkeit von Honig als Lebensmittel heraus.

Imkern auf Probe am Lehrbienenstand

Nach der Begrüßung unseres 1. Vorsitzenden Stefan Ammon startete unter der Regie von Fritz Hierl und seinem Team das Imkern auf Probe am Lehrbienenstand.
Zunächst galt es Rähmchen einzulöten. In der darauffolgenden Woche geht es an die Arbeit mit den Bienen.
Unsere Gerätewarte räumen derzeit das neue Lager ein und reinigen das gesamte Material.

Wildblumensamen für den Lehrbienenstand

Für unser Außengelände erhielten wir von der Biosphärenregion BGL selbst geernteten Wildblumensamen, der mit charakteristischen heimischen Arten angereichtert wurde.
So konnten wir auf knapp 100m² eine neue Blühwiese mit lokalem Saatgut anglegen. Damit unterstützen wir das Wildbienenprojekt der Biosphärenregion BGL.
Herzlicher Dank geht an Michael Schmölz aus Teisendorf, der mit seiner Bodenfräse den Untergrund für die Aussaat vorbereitet hat.

Lehrbienenstand in neuem Glanz

 

Noch nicht ganz fertig, aber in strahlend neuem Glanz präsentiert sich unser Lehrbienenstand. Die Außenverkleidung wurde größtenteils fertiggestellt und die gesamte Fassade neu gestrichen. Die Stromversorgung wird über neue Photovoltaik-Paneele gesichert.
Viele fleißige Hände gestalten derzeit das Freigelände, damit bald unsere Bienen wieder einziehen können.