Sparkasse eröffnet drei Bienen-Filialen am Lehrbienenstand

Die Sparkasse Berchtesgadener Land hat drei neue „Filialen“ eröffnet – mit rund 150.000 Mitarbeitern. Diese hören nicht auf den Vorstand, sondern auf ihre Königinnen. Ihr „Büro“ haben sie in drei Sparkassen-Bienenstöcken am Lehrbienenstand im Eichetwald in Freilassing.

BERCHTESGADENER LAND Nein, die Personalabteilung habe kein Problem mit der Masse an neuen Einstellungen gehabt, scherzte der Vorstandsvorsitzende Helmut Grundner. „Aber hoffentlich bekommen wir keinen Ärger mit unserem Verwaltungsrat. Der muss nämlich zustimmen, wenn wir neue Filialen eröffnen“, sagte er lachend. Denn die Bienenstöcke bezeichnet die Sparkasse als ihre „Bienenfilialen“.

Was zunächst lustig klingt, hat durchaus einen ernsten Hintergrund. Viele Menschen assoziieren mit Bienen bisher vor allem Honig. Doch Honigbienen sind viel mehr als nur Honigproduzenten. Die volkswirtschaftliche Bedeutung von Honigbienen liegt nicht nur allein im Honigertrag, sondern vielmehr in ihrer Leistung als blütenbestäubendes Insekt. Sie sind als fleißige Bestäuber von Nutz- und Wildpflanzen unverzichtbarer Bestandteil unseres Ökosystems und unserer Volkswirtschaft.

Dem Deutschen Imkerbund zufolge hängen etwa 85 Prozent der landwirtschaftlichen Erträge im Pflanzen- und Obstbau in Deutschland von der Bestäubung der Honigbiene und ihrer wilden Artverwandten ab. Die Honigbiene generiert in Deutschland jährlich einen volkswirtschaftlichen Nutzen von ca. 2,5 Milliarden Euro. Dieser Umstand macht die Honigbiene zu einer volkswirtschaftlichen Größe und zum wichtigsten landwirtschaftlichen Nutztier nach Rind und Schwein.

Doch was geschieht, wenn das Summen der schwarz-gelben Insekten dauerhaft verstummt? „Eine Welt ohne Bienen wäre arm“, so Stefan Ammon, Kreisvorsitzender der Imker Berchtesgadener Land und Vorsitzender des Imkervereins Freilassing sowie Honigobmann des Landesverbandes Bayerischer Imker. Verschwindet die Honigbiene von der Bildfläche, wären die Folgen für Mensch und Natur gravierend. Unzählige wichtige Obst- und Gemüsesorten wie zum Beispiel Äpfel, Erdbeeren, Tomaten, Kirschen sowie einige Futterpflanzen für die Fleisch- und Milchproduktion würden auf 10 bis 15 Prozent des normalen Ertrags reduziert. In einigen Regionen Chinas beispielsweise wird das bereits drastisch sichtbar. Dort bestäuben nicht mehr Bienen die Obstbäume, sondern Menschen! Mit Wattebäuschen, Pinseln, selbstgemachtem Werkzeug und mit Pollen gefüllten Medikamentenfläschchen bestäuben sie Millionen Obstblüten per Hand. Der Grund dafür: Es gibt dort keine Bienen mehr.

Um dem Bienensterben entgegenzuwirken und um das Ökosystem zu stärken, hat sich die Sparkasse Berchtesgadener Land dazu entschieden, am Lehrbienenstand des Imkervereins Freilassing und Umgebung e. V. drei Sparkassen-Bienenvölker aufzustellen. „Gerade als öffentlich-rechtliches Institut stehe es der Sparkasse zu, gegen das Artensterben aktiv vorzugehen. Es muss in den Köpfen verankert werden, dass Bienen wichtig sind – dazu wollen wir etwas beitragen“, so der Ideengeber Helmut Grundner, dessen Begeisterung zu Bienen spürbar ist. Die Sparkasse unterstützt den Freilassinger Imkerverein mit jährlich 3.000 Euro und steuerte passend dazu noch eine Stockwaage bei. Diese ist internetfähig und ermöglicht weltweit einen Einblick ins Innere des Sparkassen-Bienenvolks. Sowohl der Honigertrag als auch Faktoren wie Wärme könnten dadurch abgerufen werden. Den Honig dieser Völker (ca. 45 Kilogramm im Jahr) wird die Sparkasse an ihre Kunden verschenken. „Sozusagen als schmackhaftes Symbol für Nachhaltigkeit“, sagte der Vorstandsvorsitzende. Es ist geplant diese Aktion auszuweiten und auch bei den Imkervereinen in Bad Reichenhall (2019) und Berchtesgaden (2020) jeweils drei Völker aufzustellen.

Mit dieser Initiative leistet die Sparkasse Berchtesgadener Land einen wichtigen Beitrag zum Überleben unserer heimischen Honigbiene und unterstützt gleichzeitig die Imkerzunft vor Ort.

(Pressemitteilung: Sparkasse BGL; Beitragsbild und letztes Bild: Sparkasse BGL)

Bienen für die Sparkasse!

Viele Menschen assoziieren mit Bienen bisher vor allem Honig. Doch Honigbienen sind viel mehr als nur Honigproduzenten. Die volkswirtschaftliche Bedeutung von Honigbienen liegt nicht nur allein im Honigertrag, sondern vielmehr in ihrer Leistung als blütenbestäubendes Insekt. Sie sind als fleißige Bestäuber von Nutz- und Wildpflanzen unverzichtbarer Bestandteil unseres Ökosystems und unserer Volkswirtschaft.

Dem Deutschen Imkerbund zufolge hängen etwa 85 Prozent der landwirtschaftlichen Erträge im Pflanzen- und Obstbau in Deutschland von der Bestäubung der Honigbiene und ihrer wilden Artverwandten ab.

Die Honigbiene generiert in Deutschland jährlich einen volkswirtschaftlichen Nutzen von ca. 2,5 Milliarden Euro. Dieser Umstand macht die Honigbiene zu einer volkswirtschaftlichen Größe und zum wichtigsten landwirtschaftlichen Nutztier nach Rind und Schwein.

Doch was geschieht, wenn das Summen der schwarz-gelben Insekten dauerhaft verstummt? Verschwindet die Honigbiene von der Bildfläche, wären die Folgen für Mensch und Natur gravierend. Unzählige wichtige Obst- und Gemüsesorten wie zum Beispiel Äpfel, Erdbeeren, Tomaten, Kirschen sowie einige Futterpflanzen für die Fleisch- und Milchproduktion würden auf 10 -15 Prozent des normalen Ertrags reduziert!

In einigen Regionen Chinas beispielsweise wird das bereits drastisch sichtbar. Dort bestäuben nicht mehr Bienen die Obstbäume, sondern Menschen! Mit Wattebäuschen, Pinseln, selbstgemachtem Werkzeug und mit Pollen gefüllten Medikamentenfläschchen bestäuben sie Millionen Obstblüten per Hand. Der Grund dafür: Es gibt dort keine Bienen mehr.

Um dem Bienensterben entgegenzuwirken und um das Ökosystem zu stärken, haben wir uns entschieden, am Lehrbienenstand des Freilassinger Imkervereins drei Sparkassen-Bienenvölker aufzustellen. Dieses Projekt unterstützen wir mit jährlich 1.000 Euro je Volk. Den Honig dieser Völker (ca. 45 Kilo im Jahr) werden wir dann als hochwertiges Werbegeschenk an unsere Kunden ausgeben.

Bei diesem Projekt werden die benötigen Bienenbeuten mit dem Sparkassen-Logo versehen und am Lehrbienenstand Eichetwald in Freilassing aufgestellt. Es ist geplant diese Aktion auszuweiten und auch bei den Imkervereinen in Bad Reichenhall (2019) und Berchtesgaden (2020) jeweils drei Völker aufzustellen. Um zu messen, wie fleißig „unsere neuen Mitarbeiter“ sind, werden wir jeweils ein Volk auf eine sogenannte Bienenwaage stellen. Hier können Sie und unsere Kunden dann unsere Völker über das Internet jederzeit beobachten.

Mit dem Projekt leisten wir einen wichtigen Beitrag zum Überleben unserer heimischen Honigbiene und unterstützen gleichzeitig die Imkerzunft vor Ort – Überzeugen Sie sich doch einfach selbst und besuchen Sie unsere Bienen beim Imkerverein Freilassing und Umgebung e. V.
(Pressemitteilung Sparkasse BGL)